Glossar

Geothermie

Schemazeichnung für die Stromgewinnung aus Geothermie (Quelle: Wikipedia)
Schemazeichnung für die Stromgewinnung aus Geothermie (Quelle: Wikipedia)

Geothermie (oder auch Erdwärme) bezeichnet die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie, die entzogen und genutzt werden kann. Im Erdinneren werden Temperaturen von 4800 – 7700°C erreicht; die Temperatur nimmt Richtung Oberfläche ab. Die Erde strahlt täglich Energie in den umgebenden Weltraum ab, wobei hiervon ca. 30-50 Prozent aus dem heißen Erdkern selbst und ca. 50-70 Prozent durch den ständigen Zerfall radioaktiver Elemente in Erdmantel und Erdkruste zustande kommen. Es handelt sich um eine natürliche Form der Kernenergie. Oberflächlich kommen hierzu noch die Sonneneinstrahlung und der Wärmekontakt mit der Luft.

Geothermie kann als eine Form der erneuerbaren Energien für den Menschen nutzbar gemacht werden – direkt, etwa zum Heizen und Kühlen, oder indirekt, durch die Umwandlung in elektrischen Strom in Geothermieanlagen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig: Die hydrothermale Geothermie nutzt mit Anlagen heiße wasserführende Schichten ab 100°C zur Stromerzeugung. So genannte Hot-Dry-Rock-Kraftwerke sollen in Zukunft Strom und Wärme aus heißem Gestein erzeugen. Die oberflächennahe Geothermie nutzt die hohen Temperaturen unterhalb der Erdoberfläche zum Heizen. Die Wärme kann ebenfalls aus tieferen Teilen der Erde durch Wärmeleitung oder Konvektion in für die Nutzung erreichbare Tiefen transportiert werden.

Geothermie stellte damit eine nach menschlichem Ermessen unerschöpfliche erneuerbare Energiequelle dar.

Weiterführende Informationen:
Bundesverband Geothermie e.V.
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Unterstützt von der EU
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.