Glossar

Erneuerbare Energien

Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in der EU im Jahr 2005 (Quelle: Wikipedia)
Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in der EU im Jahr 2005 (Quelle: Wikipedia)

Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich selbst regenerieren (daher werden sie auch als regenerative Energien bezeichnet) oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quellen beiträgt. Bei erneuerbaren Energien handelt es sich somit um nachhaltige Ressourcen. Beispiele für erneuerbare Energien sind Biomasseenergie, Geothermie (Erdwärme), Photovoltaik, Solarthermie, Wasser- und Gezeitenkraft sowie Windenergie.

Im Gegensatz zu den im Prinzip unendlich zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien werden fossile Energieträger durch Nutzung dauerhaft dezimiert. Zwar sind auch fossile Brennstoffe theoretisch erneuerbar, dies jedoch nur über sehr lange Zeiträume. Auf fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas basiert die heutige Energieversorgung im Wesentlichen.

Kernenergie, als weiterer zentraler Energieträger, wird nicht als erneuerbar bezeichnet, da sie einen nicht nachwachsenden Rohstoff verwendet. Auch ist die Frage der Entsorgung der nuklearen Abfälle nach wie vor völlig ungelöst. Kernenergie kann daher nicht als nachhaltig bezeichnet werden.

Erneuerbare Energien können entweder direkt genutzt werden, z.B. für Solaröfen oder Windmühlen, oder aber für den indirekten Gebrauch eingesetzt werden. Beispiele sind hier die Elektrizitätserzeugung durch Windräder oder photovoltaische Zellen. 

Traditionell eine hohe Bedeutung hat die Nutzung von Wasserkraft. Diese wird daher häufig auch als alte erneuerbare Energie bezeichnet. Wind, Sonnenenergie und Biomasse wachsen in ihrer Bedeutung seit den 1990er Jahren und werden dementsprechend auch neue erneuerbare Energien genannt.

Erneuerbare Energien tragen zur Bekämpfung des Klimawandels bei, reduzieren als heimische Energiequellen die Energieimportabhängigkeit und erhöhen somit die Versorgungssicherheit; sie verringern die Abhängigkeit von schwankenden Preisen für Öl, Erdgas, und Uran.

Erneuerbare Energien stellen eine entscheidende Lösung für die Herausforderungen einer zukünftigen globalen Energieversorgung dar. Zusätzlich schaffen die neuen Technologien qualifizierte Arbeitsplätze, es profitiert vor allem die lokale und regionale Wirtschaft. Entwicklungsländer haben durch erneuerbare Energien die Chance, die leidvollen Erfahrungen der Industrieländer zu überspringen und eine „grüne“ Industrialisierung voranzutreiben. Die Bedingungen hierfür, wie etwas der Zugang zu den Technologien, müssen geschaffen werden.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.